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Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

HPV-Impfung

Seit einigen Jahren ist nun die erste Impfung auf dem Markt, die vor einer Krebserkrankung schützt: Der Gebärmutterhalskrebs wird meist durch eine Virusinfektion von besonderen Human Papiloma Viren (HPV) ausgelöst. Diese Infektion verläuft üblicherweise ohne besondere Vorkommnisse und heilt auch problemlos von selbst ab. Bei einigen wenigen Frauen bleibt sie jedoch bestehen und kann dann im Laufe von Jahren über Vorstufen bis zum Gebärmutterhalskrebs führen.

Die Vorsorgeuntersuchung („Krebsabstrich“) bei der Frau dient der Erkennung dieser Vorstufen, die leicht mittels kleiner Operation entfernt werden können. Alle bisherigen Studien zeigen, dass die angebotenen Impfungen vor dieser Infektion und dann auch gegen den Gebärmutterhalskrebs mit seinen Vorstufen effektiv schützen. Deswegen wird diese Impfung auch von der österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfohlen: besonders für Mädchen mit ca. 12-14 Jahren, aber auch für Frauen mit Genitalwarzen und Patientinnen, die schon einmal eine Vorstufe zum Gebärmutterhalskrebs hatten.

Bisher ließen sich – auf Grund der hohen Kosten – leider nur wenige Personen in Österreich (ca. 3%) impfen. Interessanterweise impften aber Gynäkolginnen und Gynäkologen ihre eigenen Kinder zu fast 100%. Im Jahr 2014 wird nun die Kostenübernahme für diese Impfung durch die Krankenkassen für alle Kinder mit ca. 10 Jahren erfolgen – was höchst erfreulich ist. Ein Meilenstein in der Vorsorgemedizin, deren Effekt man in anderen Ländern wie Australien – wo schon länger geimpft wird – bereits sehen kann. Ca. 70% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen könnten dadurch vermieden werden. Ein regelmäßiger „Krebsabstrich“ ist aber auch bei geimpften Frauen weiterhin notwendig.